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Content Strategie

Artikel vom 7. Februar 2012

Ich beobachte gerade eine interessante Veränderung im Social Media-Biotop. War bis voriges Jahr noch öfters “Das bringt ja nix und geht vorbei!” zu hören, so ist jetzt “Ich brauch was, schnell!” Thema. Beides ist nicht so ideal.
Witzig, wie Menschen und Unternehmen auf technologische und gesellschaftliche Veränderungen reagieren: Aufgeregt auf alle Fälle. Einmal, weil es “eh nix ist” und alle es bejubeln, einmal weils langsam “normal” geworden ist und das Abrutschen unter die Social Media-Tischkante droht.
Genau an diesem Punkt stehen meiner Einschätzung nach viele Unternehmen und Initiativen. Sie wissen nicht recht, wie mit dem Thema umgehen. Die besten Voraussetzungen für einen panischen Social Media-Schnellschuss und für halbherzig und  frustrierende Lösungen. Dabei ist das Ganze nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick ausschaut.
Wir müssen vorher ein wenig nachdenken, wo und wie wir soziale Medien gewinnbringend in Unternehmen und Initiativen integrieren können.
Ein sehr brauchbaren Ansatz, dies zu tun, ist die Entwicklung einer Content-Strategie. Das Web Literacy Lab in Graz forscht dazu und Brigitte Alice Radl hat sie in ihrem Blog kurz skizziert. Für alle, die sich nicht vertiefend in die Content-Strategie einarbeiten wollen, habe ich für den Beginn zwei erste Ansatzpunkte:

1) The Art of the Start
Nachdenken, informieren und beobachten, das ist der erste Schritt, den ich Unternehmen in diesen Phasen rate. Weg mit dem Druck “von heute auf morgen” etwas Großartiges umsetzen zu müssen, lieber informieren, sich mit den einzelnen Tools einmal selber vertraut machen, Know-how aufbauen und beobachten, was im Netz so vor sich geht.
Es werden damit schnell auch jene Bereiche sichtbar, in denen Social Media die Ziele von Unternehmen und Initiativen unterstützen können. Und nicht vergessen: Social Media sind immer nur ein Vehikel zur Unterstützung der bestehenden Unternehmens-Ziele, nicht mehr und nicht weniger.

2) Was ist für mein Unternehmen wirklich wichtig?
Neben dem Beobachten und Lernen ist es wichtig, den Blick zu schärfen und darüber nachzudenken, wo/wie soziale Medien echten Mehrwert für Unternehmen schaffen können.
Es ist dazu ein Blick nach innen notwendig, ein Blick in das Unternehmen, ein Blick auf die großen Zielsetzungen, Strategien/Ideen, ein Blick auf die aktuellen Herausforderungen. Es geht dabei vor allem um die folgenden Fragen:

  • Was ist für mein Unternehmen wirklich wichtig?
  • Wie können Social Media mein Unternehmen/meine Idee unterstützen?

Also, weg von der schnellen Umsetzung, weg vom Wunderglauben, weg von dem ewigen Herumdrücken und hin zu einer ernsthaften und echten Beschäftigung mit den sozialen Medien, hin zur einer intelligenten und gewinnbringenden Integration.
Buchtipp:  Olivier Blanchard, Dorothea Heymann-Reder: Social Media ROI

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  1. Ja, genau diese Veränderung beobachte ich auch. Das heisst dann meistens “Wir brauchen eine Facebook-Seite”. Und ich sage dann meistens: Stopp. So einfach ist das nicht, reden wir mal genauer drüber. Bei konkretem Umgang mit den Wünschen der Leute bin ich dann ganz deiner Meinung, es braucht einen Plan, Ziele und eine Strategie. Und Lust auf Neues, Freude am Lernen und aktiven Kommunizieren.

    Kommentar by Andrea Mayer-Edoloeyi on 7. Februar 2012 at 22:06

  2. jetzt wollt ich in dem hübschen rechten grünen FlickR Kastl den Twitter link anklicken – – korrigiere, ich habs getan – und dann war nur mehr whitescreen!
    Was hats denn da immer? ich gebe die schuld meinem notebook.
    greets!

    Kommentar by andrea klein on 8. Februar 2012 at 8:19

  3. Bei mir gehts.

    Kommentar by pwebhofer on 8. Februar 2012 at 8:22