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Projektmanagement Themenmatrix

Artikel vom 27. Juli 2014

Nach 2 PM Camp-Tagen in München verdichten sich Themen, die dort in Sessions immer wieder diskutiert wurden. Ich haben meine wichtigsten wahrgenommenen Themenfelder in Form einer Themen-Matrix zusammen gestellt.

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Haltungen und Werte sind entscheidend
Es geht aktuell  weniger um die Wahl der richtigen Methode, es geht vielmehr um das Entwickeln und Leben von offenen Haltungen und Werten: Agilität, Offenheit, Augenhöhe, Beteiligung, Netzwerk, Fehlerkultur. Projekte bekommen hier eine spezielle Funktion. Sie sind Experimentierfeld und können diese neue Kultur in Unternehmen bringen.

Fokus auf den Nutzen
In unterschiedlichen Sessions wurde eines immer wieder deutlich: Eine konsequente Ausrichtung aller Aktivitäten auf die Bedürfnisse von NutzerInnen und Stakeholdern ist ein wesentliches Schlüsselelement erfolgreicher Projekte.

Lean-Prinzip als Handlungsansatz
Umsetzen statt ewiges Planen, raus ins Feld mit den Ideen,  erste funktionsfähige Prototypen bauen, diese weiter entwickeln und aus den Fehlern lernen. Diesen Kulturansatz gilt es in Projektteams und Organisationen zu implementieren.

Beteiligung als Querschnittsthema
Das betrifft die Menschen in einem Projekt ebenso wie die MitarbeiterInnen in Unternehmen. Projekte und Unternehmen müssen die Kraft vieler kreativer Köpfe neu entdecken, Machthierarchien abbauen und neue Formate (z.B. Barcamps für Organisationen) laborartig weiter entwickeln. Wenn die kreative Kraft spürbar wird, verbreitet sie sich fast von alleine in den Unternehmen.

Agile Grundhaltung
Es gilt, agiles Denken und agile Elemente und Methoden in Organisationen und Projekte zu integrieren. Nicht dogmatisch sondern offen und wandelbar. Agilität ist ähnlich wie der Lean-Ansatz viel mehr als nur ein Bündel von Methoden. Agilität ist in erster Linie eine Haltungs- und Einstellungsfrage.

Mensch im Mittelpunkt
Der Mensch ist keine Ressource. Eine bessere Zukunft braucht vor allem auch neue Werte im unternehmerischen Handeln: Sinn, Machtfreiheit, Augenhöhe, Offenheit, Stärkenorientierung, Wertschätzung, Fehlerkultur. All das fordert Selbstreflexion und den Mut, neue Ansätze (z.B. Gemeinwohlökonomie) konsequent zu verfolgen und im eigenen Unternehmen laborartig umzusetzen.

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