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Design Thinking: It´s all about people

Artikel vom 1. Juli 2015

Design Thinking ist eine Innovationsmethode, die im Umfeld der Designschmiede IDEO entstanden ist. In 6 iterativen Prozessschritten (Verstehen – Beobachten – Synthese – Ideen entwickeln – Protoyp erstellen – Testen), in einem interdisziplinären Team und in enger Einbindung der NutzerInnen gelingt es, Herausforderungen und Problemlagen wirklich zu verstehen und neue Lösungen zu entwickeln.

Langsam ist die Methode in den letzten Jahren auch nach Österreich gesickert und erlebt dort gerade so etwas wie einen Hype. Man findet das Grundsätzliche gerade ziemlich spannend, ist begeistert vom Prototpyenbauen mit Lego und freut sich, seine KundInnen auch einmal in die Personas-Rolle stecken zu können. Also eine ideale Methode für die Lösung aller Probleme. So richtig gut im prozessorientierten Industriedenken verankert.

It´s all about people

Doch Kreativität und Innovation brauchen mehr als nur eine Methode. Es braucht offene und begeisterte Menschen und ein Set an Haltungen und Einstellungen. Es braucht einen kreativen Boden und es braucht gute Orte, sonst wächst nichts. Dieser Teil wird in der Design Thinking-Euphorie oft vergessen, ist aber zumindest in der Literatur gut beschrieben. Häufig werden die folgenden 12 Design Thinking-Regeln genannt:

  • Fail early and often.
  • Leave titles at the door.
  • Don´t talk. Do!
  • There are no good ideas.
  • Build on ideas of others.
  • Avoid criticism.
  • The quantity is it.
  • Stay focused.
  • Dare to be wild!
  • Think human centered.
  • Be visual.
  • Let´s have fun.

Design Thinking setzt also weniger auf eine “richtige Methode” sondern vielmehr auf ein Mindset, auf kreativitätsfördernde Haltungen und Einstellungen. Berücksichtigt man diese, wird Design Thinking schnell auch zu einer spannenden Mangement Methode, die viel mehr kann, als neue Produkte entwickeln. 

Was es dafür braucht sind T-Shaped Stars, also Menschen, die sich irgendwo richtig gut auskennen und in der Lage sind, lateral und kreativ zu denken, positiv zu kommunizieren, Kreativprozesse auszuhalten und konstruktiv mitzugestalten. Jetzt wird schon klarer, dass Design Thinking nicht automatisch funktioniert. Wir brauchen dafür die richtigen Menschen, nämlich solche, die es irgendwie geschafft haben spielerisch und neugierig zu bleiben und die in der Lage sind, ihre Macht- und Statusgelüste im Zaum zu halten. 

ServiceDesign Linz

Ich war letzte Woche bei der Summer Design Summit von SERVICE DESIGN LINZ. Das waren zwei wunderbar kreative Design Thinking-Tage mit vielen interessanten Menschen und in einer wirklich kreativen Location. So muss Design Thinking sein, dann gelingt es.  

Hier ein paar Eindrücke: Summer Design Summit 2015

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