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Denkboxen verlassen

Artikel vom 8. September 2015

Während diese Zeilen entstehen sitze ich auf einem Bootssteg, Fusserln im kalten Wasser, Sonne im Gesicht und vor mir glitzert einer der wohl schönsten Seen in der Morgensonne. Mein fantastischer Arbeitsplatz für die nächsten Tage. Ich bin heute irgendwie zum Frühaufsteher mutiert, freu mich über die Sonnenstrahlen und bin trotzdem mitten in der Arbeit, vernetzt und gleichzeitig allein.

Das sind die einzigartigen Vorteile, die moderne Technik und Wissensarbeit mit sich gebracht haben. Wir haben unser gesamtes Büro quasi über den Wlan-Button immer dabei und können uns aussuchen, wo wir arbeiten. Ein Bootssteg genügt.

Wie in Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten oder bei Frithjof Bergmann verschwimmen heute Natur und Technik konstruktiv miteinander und ganz neue Möglichkeiten tun sich auf. Und nun sind wir an der Reihe. Wir müssen eigentlich nur mehr lernen, diese Dinge und Möglichkeiten gut zu nutzen und unsere viereckigen Büro-Denkboxen zu verlassen. Raus ins Freie, raus ins Weite, damit der Kopf richtig gute Luft und das Auge genug Freiheit bekommt.

Ich hab jedenfalls beschlossen, meinen Büroplatz in Zukunft viel öfter ins Freie zu verlegen, dorthin, wo der Kopf frei und die Gedanken nicht in vier Wände eingesperrt sind: Seeufer, Berghütten, Wolkenkratzer. Schließlich brauchen wir ja richtig viel Luft und ich brauch vor allem eines: Aussicht.

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