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Crowdfunding

Artikel vom 20. April 2012

In Zeiten zunehmender Budgetumwälzungen und Kürzungen ist es notwendig geworden, das eine oder andere Projekt, die eine oder andere Idee entweder einfach zu beenden und fallen zu lassen oder aber nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Zweiteres bedeutet kreativ zu werden, neue Wege zu beschreiten und ungewöhnliche neue Möglichkeiten auszuloten.  Das ist kein leichtes Unterfangen, und da weiß ich, wovon ich rede.
Eine solche neue Möglichkeit ist Crowdfunding. Ein noch relativ neues und vielerorts unbekanntes Thema in Österreich, sieht man von wirklichen Pionieren wie etwa Wolfgang Gumpelmaier ab. Ich hab hier mal ein paar Infos zum Thema zusammengestellt.

Wie funktioniert Crowdfunding?
Die ganze Sache ist recht einfach erklärt: Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) nutzt viele Menschen, die mit kleineren Beträgen eine Idee oder ein Projekt unterstützen. Man greift dabei auf die Vernetzungskraft von Online-Plattformen und Social Media zurück.
UnterstützerInnen bekommen für ihren Beitrag vorab definierte Gegenleistungen und die Plattform-Betreibenden meist einen Verwaltungsbetrag von 10%. Dabei gilt: Projekte werden nur dann finanziert, wenn die festgelegte Zielsumme erreicht wird (Alles oder Nichts-Prinzip). So schaut das dann etwa auf der Plattform mysherpas.com aus.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=rpmMjkRggAw[/youtube]

Crowdfunding in der Steiermark
Auch in der Steiermark gab es  bereits zumindest ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt: Arge Jugend gegen Gewalt und Rassismus finanzierte  2011 das Human Rights Festival über Crowdfunding und versucht dies auch heuer wieder. Das neue Projekt findet ihr ab sofort da: http://www.startnext.de/hrf.

Links, Infos und deutschsprachige Plattformen
> Auflistung deutschsprachiger Plattformen
Crowdfunding-Newsletter von Wolfgang Gumpelmaier
> Crowdfunding-Gruppe auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/crowdfunding
> Publikationen zum Thema: http://www.ikosom.de/publikationen
ununi.tv: Webinar-Reihe zu Crowdfunding
> mysherpas.com
> respekt.net
> startnext.at
> inkubato.com

Tipps für die Umsetzung
> ein zugkräftiges und emotionales Projekt
> Leidenschaft
> transparente Darstellung des Vorhabens
> aussagekräftiges, persönliches Video, das das Projekt gut beschreibt
> nutzenstiftende Prämien für UnterstützerInnen
> Initiative gut in die bestehende Kommunikation einbinden
> Einbindung in alle Kommunikations-Strategien
> Social Media intensiv nutzen (Netzwerk)
> in der “echten” Welt davon erzählen
> MultiplikatorInnen und VerbreiterInnen finden und einbauen
> spielerisch und lernender Zugang
> gute projektartige Planung und Betreuung

Wolfgang Gumpelmaier auf der re:publica XI über Crowdfunding für Filme
http://www.youtube.com/watch?v=NKD5tqMpxCc

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  1. Blogbeitrag von Christian Henner-Fehr. Crowdfunding: Über das Scheitern der stART12 http://kulturmanagement.wordpress.com/2012/05/09/crowdfunding-uber-das-scheitern-der-start12

    Kommentar by pwebhofer on 9. Mai 2012 at 16:26

  2. […] Artikelnavigation ← Vorherige […]

    Pingback by Human Rights Festival 2012 | Peter Webhofer on 10. Mai 2012 at 11:31

  3. Mittlerweile greifen immer mehr Menschen auf Crowdfunding zurück, denn mir der richtige Idee und viel Arbeit lassen sich tolle Projekte finanzieren und somit umsetzen.

    Kommentar by Thomas on 7. September 2015 at 8:18